Hans-Joachim Eckstein_Presse
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Rezensionen

Rezension CD WIE EIN ADLER 

in PRO Magazin

 

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IDEA SPEZIAL zur Buchmesse in Leipzig Ende März 2017 

Theologieprofessor auf lyrischen Pfaden

Von Marcus Mockler (epd)

 

Während des Semesters liest er mit seinen Studenten das Neue Testament auf Griechisch. In seiner Freizeit schreibt Hans-Joachim Eckstein Aphorismen und Lyrisches über Glaube, Hoffnung und Liebe.


Tübingen (epd). Er gehört zu den seltenen Vertretern seiner Zunft, die in der hohen Wissenschaft genauso zu Hause sind wie in der volksnahen Ansprache: Der evangelische Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein hat sich durch seine unermüdliche Vortrags- und Predigttätigkeit und seine Publikationen mit Gedichten und Aphorismen ein breites Publikum erschlossen. Sein neuestes Werk heißt «Du bist ein Wunsch, den Gott sich selbst erfüllt hat».
Eckstein ist Neutestamentler in Tübingen, und jede Seite seines Buchs atmet die Nähe zum Apostel Paulus. Glaube, Hoffnung, Liebe sind die Grundthemen des Autors, der auch der württembergischen Landessynode und der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört.

«Mancher ist schon zu Gott gekommen, um sich selbst endlich loszuwerden, und stellte dann erstaunt fest, dass er sich bei Gott überhaupt erst richtig gefunden hat», heißt es in einem Gedicht.


Der Theologe ist ein Meister des Wortes, mal lutherisch sprachgewaltig, mal etwas verspielt. Seinen Lesern sagt er, dass deren Lebensgefühl nicht vom gesellschaftlichen Schätzwert, sondern von der Wertschätzung abhänge, die sie durch andere erfahren. Eckstein schaut auch gerne in die Natur:

 

«Was ist das Geheimnis des Löwenzahns? Wieso ist er so durchsetzungsfähig und fruchtbar? Sein Geheimnis ist: Er kann loslassen!»

 

Man spürt den Zeilen immer wieder ab, dass ihr Autor den gestressten, überlasteten, von Gott und sich selbst entfremdeten Zeitgenossen vor Augen hat. Diesen Menschen wirft er zurück auf seinen Schöpfer und seinen Erlöser. Ein neues
Selbstbewusstsein resultiere aus einem neu gewonnenen Christusbewusstsein, schreibt er. Immer wieder erinnert er an die christliche Erkenntnis, dass der Wert des Menschen nicht von seiner Leistungsfähigkeit abhängt:

 

«Nach außen hin gibst du gerne vor, keine eigenen Grenzen zu spüren. Du musst nur in dich gehen - dann wirst du schon nach wenigen Schritten erkennen, wie schnell du an deine Grenzen kommst.»

 

Originell seine Gedanken zum Monotheismus. Die Vorstellung, dass alle Monotheisten an denselben Gott glauben, kontert Eckstein mit der Frage

«Teilst du mit mir die Überzeugung, dass die Monogamie die beste Form des Zusammenlebens von Mann und Frau ist?» Und wer das bejaht, liest die Ergänzung: «Das heißt dann aber doch nicht, dass wir deshalb mit derselben Frau verheiratet sind.»


Der Theologe kennt die Sehnsucht des Menschen nach Anerkennung und Angenommensein.

 

«Es gibt in unserem Leben keinen Ersatz für die Liebe. Aber die Liebe ihrerseits kann uns vieles im Leben ersetzen

Eckstein ermutigt zum Gebet:
«Lieber Hände falten als Sorgenfalten!»

 

Den Titel seines neuen Buchs ergänzt er mit dem Satz «Du bist ein Geschenk, das Gott sich selbst gemacht hat!» Die Leser werden diesen Zuspruch gerne hören. (1765/22.08.2012)

Du liebst mich, also bin ich

Gebundene Ausgabe | Preis: EUR 9,95
5.0 von 5 Sternen Amazon


Hans - Joachim Eckstein spricht mich an und fordert mich heraus!, 2
Von Christian Döring "leseratte"


Wenn ein Buchtitel wie dieser bereits in der 16. (jetzt 18.!) Gesamtauflage erscheint, dann muss es wahrlich ein Buch sein, das die Menschen anspricht. Bei Prof. Hans - Joachim Eckstein kann man sich sicher sein, er bringt seine Texte kurz, pointiert, auch mal humorvoll, aber immer auch mit dem nötigen Glaubenssalz zum Leser.
Frei von jedem Zwang an bestimmten Tagen einen Text lesen zu müssen, stehen diese
Texte einfach aneinandergereiht und warten darauf, dass der Leser sie entdeckt.
Manche Texte sind nur wenige Zeilen lang, andere einige Seiten lang.
Es empfiehlt sich beim Lesen die Bibel dabei zu haben. Wenn der Autor biblische Verse
kurz auf den Punkt bringt, ist es spannend für mich zuvor den biblischen Text gelesen zu
haben. So bringt Eckstein Lukas 7, 41-43,47 in einem kurzen Text zusammen:

 

„CHRISTUS LIEBEN
Da unsere Liebe zu Gott in dem Geschenk der Liebe Gottes zu uns gründet,
wächst unsere Liebe zu Christus in dem Maße, wie wir uns von ihm beschenken lassen."


Hans - Joachim Eckstein besitzt die Gabe alte Texte neu zu formulieren. Dabei geht
nichts verloren, aber sie rücken in ihren Aussagen näher an uns heran.
Der Autor spricht kurz und schmerzlos lebensverändernde Wahrheiten aus:

 

"FREI!
Wenn ich nicht mehr unter dem Gesetz bin, sondern unter der Gnade,
kann ich endlich tun und lassen -  was Christus will!"


Hans - Joachim Eckstein spricht mich an und fordert mich heraus!

 

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Du bist ein Wunsch, den Gott sich selbst erfüllt hat

5.0 von 5 Sternen Eckstein ist kurz und knackig wie immer - und dabei noch gut!


Von Christian Döring "leseratte"

Ist es gut sich in einer Rezension als Fan des Autors zu outen? Egal, ich tus halt!
Dieses Büchlein war nicht der erste Streich des Herrn Professor. Mit spitzer Zunge und vor allem mit Humor mit Niveau begeistert er seine Leser seit Jahren schon. Die Frage nach der Bestimmung des Menschen beantworet Hans - Joachim Eckstein so:

 

                       "Fliegen will ein Vogel lernen,
                       Schwimmen ist des Fisches Glück.
                       Weißt du, Mensch, wozu du da bist?
                       Flieg nicht hin, komm nicht ins Schwimmen.
                       finde zu dir selbst zurück!!"


Hab ich zuviel versprochen? Etwas zum Schmunzeln ist es und vor allem zur Besinnung zum Vorwärtsdenken. Dazu will uns der Neutestamentler anstacheln. Meines Erachtens ist es ihm mit diesen seinen neuen Gedanken und Gedichten sehr gut gelungen.


                      "Das wenige, das wir vom Himmel schon auf Erden erkennen,
                       bringt uns schon sehr viel Himmel auf Erden."


Sprachakrobat Eckstein vermag es, langweilige Sonntagspredigten in kurzen Texten viel besser rüberzubringen als so manch gesetzter Herr Pfarrer. Eigentlich wollte ich das Büchlein längst verschenkt haben, aber ich kann mich nicht von ihm trennen. Jeden Morgen hält es eine neue Überraschung für mich bereit.

 

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Wer Hans-Joachim Eckstein als Professor oder Prediger erlebt, begegnet nicht nur einem tiefgründigen Theologen und Wissenschaftler, sondern immer auch einem Seelsorger und Christen, dessen Ziel es ist, die lebensfördernde Kraft des Evangeliums in die Mitte zu stellen. Genau diesem Anliegen ist auch sein neues Buch "Gesund im Glauben" verpflichtet. Eckstein fragt nach einem lebensbejahenden, beziehungsfördernden und persönlichkeitsstärkenden Glauben. Gesunder Glaube ist für ihn daher ein ganzheitlicher Glaube, der den Menschen in seiner Gottesbeziehung, aber auch in seinen Selbst- und Sozialbezügen gesunden lässt.

 

Um diese gesundmachende Dimension unseres Glaubens verständlich zu machen, entfaltet Eckstein die biblische Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders in allen ihren Aspekten. Dabei werden die großen Themen der Theologie wie Kreuz und Sühne, Gerechtigkeit und Heil, Sünde und Vergebung nacheinander durchgesprochen. Eckstein schöpft dabei aus seinem großen Wissensfundus als Neutestamentler. Aber auch gesamtbiblische Bezüge werden deutlich. Wer wissen will, was sich hinter großen theologischen Begriffen wie etwa "Gesetz" verbirgt und sich dabei nicht mit vorschnellen oder oberflächlichen Antworten zufrieden geben will, wird hier fündig. Die theologische Mitte des Buches bilden zwei Aufsätze über den Kreuzestod Jesu. Eckstein setzt sich dabei mit dem vielfach geäußerten Vorwurf auseinander, dass der Kreuzestod Jesu einen grausamen Gott voraussetze, der ein Menschenopfer fordere. Dem hält er entgegen, dass das Kreuz gerade die Überwindung einer solchen archaischen Gottesvorstellung darstelle. Denn nicht Gott hatte ein Opfer nötig, sondern der Mensch.

 

Eckstein versteht es, die seelsorgerliche Relevanz der Kreuzesbotschaft herauszustellen. Am Kreuz erfährt der Mensch eine heilsame Befreiung und eine grandiose Aufwertung: "Die von dem Vater Jesu Christi ausgehende Liebe und Zuwendung - Gottes Agape - ist nicht durch die Beschaffenheit und den Wert des zu liebenden Menschen motiviert, sondern in der Zuneigung und Zuwendung des liebenden Gottes selbst begründet," (S. 39). Besonders eindrücklich kommt diese seelsorgerliche Komponente in seinen Überlegungen "Zur Stärke der Schwachheit" zum Ausdruck. Im Anschluss an 2Kor 12,9 stoßen Christen, was die Erwartung körperlicher Heilung angeht, an eine Grenze. Diese Grenze müssen sie jedoch nicht durch eigene Stärke zu kompensieren versuchen. Vielmehr entstehe dort, wo man sich solche Grenzen eingesteht, ein Freiraum für das Wirken der Gnade Gottes. Eckstein zeigt an diesem Beispiel sehr schön, dass das Gesunden im Glauben nicht notwendigerweise in der Heilung von körperlichen Krankheiten besteht, sondern darin, dass das Evangelium auch innerhalb unserer menschlichen Beschränkungen zur Geltung kommt. Diese seelsorgerliche Dimension der biblischen Botschaft neu zu entdecken, dazu regt dieses Buch in hervorragender Weise seine Leserinnen und Leser an.

 

Dr. Rolf Sons, Rektor, Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen

 

Quelle: Gemeinschaft 10/2011, 32

 

Kyrios Jesus. Perspektiven einer christologischen Theologie,
Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 2010, 24,90€
Rezension in: Theologische Beiträge 2010-5, 359f.


Der von Hans-Joachim Eckstein vorgelegte Aufsatzband zur Christologie liest sich wie ein
„theologischer Katechismus“, in dem grundlegende Themen zum Verständnis des Neuen Testaments und damit des christlichen Glaubens überhaupt behandelt werden. Die acht Aufsätze beschäftigen sich mit der Trinität, der Kanonbildung, der Schöpfungslehre, der Rechtfertigungslehre, dem Freiheitsgedanken bei Paulus, der Kirche, der Anthropologie und der Theodizee-Frage.


Schwerpunktmäßig werden paulinische Texte herangezogen und untersucht.
Im ersten Aufsatz „So haben wir doch nur einen Gott“ belegt Eckstein in den frühen neutestamentlichen Texten zunächst, wie in binitarischer Redeweise von Gott die Verbundenheit von Vater und Sohn zum Ausdruck gebracht und formuliert wird. Der Verfasser sieht auch die Verbundenheit beider „Personen“ mit dem Heiligen Geist, also die Trinität, schon früh in den Texten verankert, zumindest implizit.
Das „Grundmodell einer implizierten Kanonhermeneutik“ sieht Eckstein im zweiten Aufsatz des Bandes schon im 1. Kapitel des Hebräerbriefes par excellance formuliert. Die „Mitte der Schrift“ ist –so stellt es der Verfasser im Gefolge paulinischer und später reformatorischer Theologie heraus – der gekreuzigte und auferstandene Christus.


Einen Einblick in neutestamentliche Schöpfungsvorstellungen bekommt der Leser in einem weiteren Kapitel. Das Neue Testament geht eindeutig von der Präexistenz Christi aus. Das Neue gegenüber dem alttestamentlichen Schöpfungsglauben ist der durch die Christologie eingebrachte Zusammenhang zwischen Protologie und Soteriologie, nämlich dass Anfang und Ende der Welt unbedingt mit Christus zu tun haben.
Der Aufsatz „Gott ist es, der rechtfertigt“ bringt viel schon Geschriebenes zusammen. Nichtsdestotrotz ist es in der Mitte gerade dieses Aufsatzbandes notwendig, das Denkschema paulinischer Theologie von der Gerechtigkeit Gottes als einer „begnadigenden Gerechtigkeit“ darzustellen. Der Verfasser betont hierbei, dass die Christuserfahrung und nicht die Einsicht der Sündhaftigkeit des Menschen Paulus zu dieser Sicht der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, führt.


Eng verbunden mit dieser Frage ist die Frage nach der Freiheit, um die es im nächsten Abschnitt geht. Freiheit des durch Christus gerechtfertigten Menschen bedeutet nicht Autonomie im Handeln sondern führt zur Orientierung an der Person Christi. Das Leben der Christen darf nicht mehr durch gesellschaftliche Unterschiede geprägt sein, sondern wird frei für das Handeln Christi, Freiheit ist also wiederum soteriologisch begründet.
Wie konstituieren sich die Menschen, die Christus nachfolgen, nun aber als Gemeinschaft? Darum geht es im Aufsatz unter dem Titel „Ein Herr, ein Leib – doch viele Kirchen?“. Eckstein betont auf dem Hintergrund einer immer unübersichtlicher werdenden kirchlichen Landschaft den biblischen Befund, dass sich der Leib Christi sowohl in der kleinen christlichen Hausgemeinde als auch in der großen, weltweiten und „eschatologischen“ Gemeinde manifestiert, wobei die Einheit der Kirche in ihrem Wesen nie Einheit von Organisationen, sondern stets die Einheit in Christus ist.


Das vorletzte Kapitel führt ins Lukasevangelium und beschäftigt sich mit „Aspekten einer lukanischen Anthropologie“. Am Beispiel der „Perikope von der Salbung Jesu durch die Sünderin“ skizziert Eckstein das Interesse der lukanischen Überlieferung an der rechtfertigenden Annahme der „Sünder“ durch den irdischen Jesus. Der Mensch, der Jesus ernsthaft begegnet, erscheint als ein durch diese Christusbegegnung gerechtfertigter und von Gott angenommener Mensch.

 

Schließlich endet das Büchlein mit einem Blick auf die Theodizee-Frage aus neutestamentlicher Sicht. Auf die uralte Frage, wie die Welt denn angesichts eines allmächtigen und gerechten Gottes voller Ungerechtigkeit sein kann, auf die es doch letztgültg keine rationale Antwort gibt, gibt es vom Neuen Testament her nur den Hinweis auf Christus, in dessen Person Leiden und Herrlichkeit zusammen fallen, und der dadurch zum Erlöser der Welt wird. Die Theodizee-Frage werde „im Neuen Testament nicht etwa rational, sondern personal geklärt“.
Wie Mosaiksteine fügen sich am Ende für den Leser von Ecksteins Buch die Aufsätze zusammen zu einer Christologie des Neuen Testaments, die zentral von der paulinischen Rechtfertigungslehre geprägt ist und daraus gewonnen wird.


Michael Karwounopoulos, Wolfschlugen

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